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Kirchengeschichte - Erweiterung der Kirche 1938
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Vor der Erweiterung im Jahr 1938.
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Die seit langem notwendige Erweiterung
der Pfarrkirche wurde schon von Pfarrer Gaisert (
1920 - 1933 ) geplant
und sollte 1938 zur Ausführung kommen. 700
Katholiken zählte
damals die Pfarrei, darunter 140 Schulkinder.
Diese hatten ihre Bänke
vorne im Chor, so dass der Raum zu eng geworden
war. Ebenso reichten
die Erwachsenenbänke nicht mehr und wurden als
"unbequem,
alt und unwürdig" empfunden. Auch der Boden
entsprach nicht
mehr der Zeit. Vom Erzb. Baurevisor Deutschmann
in Sigmaringen wurde
eine Planskizze entworfen, die eine Erweiterung
des Langhauses nach
Westen (Richtung Pfarrhaus) vorsah.
Die
Oberste Kirchenbehörde in Freiburg
wollte eine andere Erweiterung, nämlich einen
seitlichen Anbau
an das Langhaus (Schiff).
Nach verschiedenen Absprachen mit dem
Denkmalamt und dem Landratsamt Sigmaringen wurde
der Plan vom Baurevisor
Deutschmann genehmigt. Die Gesamtkosten von 20
800 RM sollten folgendermaßen
finanziert werden: 8 000 RM waren seit 1935 als
Spenden zusammengekommen.
Aus dem Kirchenfond, welcher seit 1904 von M.
Gulde verwaltet wurde,
kamen 5 300 RM. Die restlichen 7 500 RM sollten
von den Bürgern
auf zehn Jahre unverzinslich geliehen werden.
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Am 14. Mai
1938 wurde der Anbau endlich
auch vom Landratsamt genehmigt. Genau vier
Wochen später, am 14.
Juni, begannen die Bauarbeiten mit dem Abbruch
des sog. Ölbergs.
Doch schon nach vier Tagen müssen auf Anordnung
des Landrats von
Sigmaringen die Arbeiten wegen Einspruchs für 3
Wochen unterbrochen
werden. Das energische Eingreifen des damaligen
Dekan Bogenschütz
aus Trochtelfingen bewirkte alsbald die
Aufhebung des Bauverbots. Die
Abbruch-, Erd- und Maurerarbeiten führte aus:
Rochus Geiselhart,
die Zimmerarbeiten die Zimmermeister Bär, Betz
und Schönle.
Das Decken des Daches wurde dem Maurer Julius
Betz übertragen.
Die Gipserarbeiten Johannes Hummel, Gipser in
Trochtelfingen. Schreiner
Gulde wurde mit dem neuen Fußboden beauftragt.
Die Schlosserarbeiten an der Haupttüre
machte Schlosser Ott aus Sigmaringen. Das neue
Gestühl (Bänke)
lieferte die Firma Majer aus Schwendi bei
Biberach. Vier neue Kirchenfenster
wurden von der Firma Sixt aus Krumbach
eingesetzt. Maurer
Geiselhart
legte auch die Bodenplatten. Von der Firma Mahr
in Aachen wurde die
Warmluftheizung unter dem hinteren Teil, rechts
vom Haupteingang eingebaut.
Die alte Orgel wurde von der Firma Stehle in
Bittelbronn auf der Empore
nach hinten versetzt. Die Elektroarbeiten führte
die Firma Mager
aus Trochtelfingen aus. Dank der Mithilfe der
Bevölkerung konnten
die Arbeiten bis Weihnachten 1938 vollendet
werden. Trotz der kostenlosen
Bereitstellung des Bauholzes von 60 Festmeter
erreichte die Gesamtbausumme
nach der Abrechnung 23.669,53 RM.
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Innenansicht der Kirche im Jahr 1904
(noch kein elektrisches Licht)
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(Bild durch anklicken vergrößern)
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Am Sonntag, den 08. Januar 1939 konnte
die Kirche in ihrer heutigen Größe durch Dekan
Bogenschütz
aus Trochtelfingen feierlich eingeweiht werden.
Es sind nun rund 600
Sitzplätze vorhanden. Etwa 470 Plätze im Schiff
und 120 Plätze
auf der Orgelempore. Die Kirche ist durch diese
Erweiterung um über
12 m länger geworden. Das Schiff ist heute 27,67
m lang und 10,30
m breit.
Plangrundriss
der Kirche: 1996 wurden
im Zuge der Ausgrabungsarbeiten für eine neue
Heizung Fundament-
und Fußbodenreste entdeckt, die den Grundriss,
die Lage und die
Größe (5,70 x 10,00m) der früheren St.
Pankratiuskirche
vor 1699 anschaulich machen.
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