Home 
Gottesdienste 
Kirchenpatron 
Weiheurkunde 
Kirchenführer 
Erweiterung 1938 
Glockenbeschreibung 
Die Orgel 
Johanneskapelle 
14 Nothelfer Kapelle 
Feldkreuze/Bildstöcke 
Zeittafel 
Bildergalerie 
Links 

 

14 Nothelferkapelle

 

Im Gegensatz zur St. Johanneskapelle steht die Kapelle der Hl. vierzehn Nothelfer am nördlichen Ortsende in Richtung Haid. Sie ist besser bekannt als "Käpelle". Laut der Jahreszahl über dem Türsturz wurde sie 1744 erbaut. Eine um 1720 in der Gegend verbreitete Viehseuche soll den Anlaß zur Errichtung gegeben haben. Im Gegensatz zur St. Johanneskapelle, welche in Ost - West Himmelsrichtung steht, ist die Hl. Nothelferkapelle in nordöstlicher - südwestlicher Richtung gebaut. Die Größe von ca. 5,00 x 4,18 m ergibt ca. 13 qm. Eine verputzte, runde Tonnendecke überspannt den Innenraum.

Der Altar aus Holz, marmoriert, stammt aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das Altarblatt zeigt oben den Jesusknaben, der unten von den 14 Hl. Nothelfern umgeben ist. Der Gammertinger Maler Constantin Hanner ( 1827-1893 ) hat im Jahre 1866 das Bild auf Leinwand gemalt und unten links signiert ( C. Hanner pinxit 1866). Es mißt 1,20 x 0.80 m und ist oben halbkreisförmig abgerundet.

Die gedruckte Bildtafel an der linken Wand mit den 14 Nothelfern aus dem Jahr 1879 ist eine Stiftung von Pfarrer Karl Schmid ( 1841 - 1926 ). Die 14 Nothelfer sind: Hl. Achatius, Hl. Ägidius, Hl. Barbara, Hl. Blasius, Hl. Christopherus, Hl. Cyriacus, Hl. Dionysius, Hl. Erasmus, Hl. Eustachius, Hl. Georg, Hl. Katharina, Hl. Margaretha, Hl. Pantaleon, Hl. Vitus ( alphabetisch ). Einige Bilder an den Wänden sind aus dem vorigen Jahrhundert. Der schlechte Zustand der ganzen Kapelle machte dringend eine Restaurierung notwendig. 1989 wurde der Altar in der Werkstatt des Munderkinger Restaurators Kopp wiederhergestellt. Das Werk von Constantin Hanner kommt dadurch wieder zu voller Geltung und erstrahlt im alten Glanz.

Der Fußboden erhielt schöne Ziegelplattendie sich sehr harmonisch und wärmend einfügen.
Das schadhafte Dachgebälk wurde ausgebessert, und das Dach mit neuen Biberschwanzziegeln neu gedeckt.

Wie bei der St. Johanneskapelle legten die Bürger Steinhilbens Hand an und übernahmen viele handwerkliche Arbeiten selbst. Leider wurde versäumt, am Dach eine Dachrinne anzubringen um das Regenwasser abzuleiten. Auch eine fehlende Lüftung im Innern läßt die Feuchtigkeit nicht entweichen, so daß bereits heute wieder Schäden sichtbar sind. Mit einem Gemeindefest im Sommer 1992 wurde die Kapelle wieder der Öffentlichkeit übergeben. Möge das "Käpelle" wieder eine Stätte der Zuflucht in Not und des Gebetes werden, wie es früher bei unseren Vorfahren war, schreibt Andreas Hummel aus Steinhilben in seinem Renovierungsbericht.

 

Kontakt: Katholisches Pfarramt,  Pfarrgasse 10,  72818 Trochtelfingen,  Tel.: 07124/741,  Fax: 07124/1408,  E-Mail:   kath.pfarramttrochtelfingen(at)t-online.de